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GeschĂ€ftsaufgabe wegen schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Foto: Hubert Richter)(hr) Das Restaurant am Leopoldsplatz in der Stadthalle Eberbach schlieĂt zum 30. Juni dieses Jahres.
Wie der aktuelle PĂ€chter Manuel Luptowitsch über Social Media bekannt gab, hĂ€tten ihm âdie anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Gastronomieâ keine andere Wahl gelassen, als den Betrieb aufzugeben. Luptowitsch hatte das Restaurant erst vor etwa 20 Monaten übernommen. Wer noch Gutscheine hat, sollte diese bis 30. Juni einlösen.
Ob und wann es in der Stadthalle Eberbach wieder ein festes gastronomisches Angebot geben wird, ist derzeit nicht bekannt.
02.06.26
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| Von Alter Eberbacher (11.06.26): | Ich vermute "bei schwierigen Rahmenbedingungen" geht es vor allem um Personalmangel. Seit Corona ist viel Personal der Gastronomie in andere Berufe abgewandert und dort bleiben sie auch weil sie dort teilweise besser verdienen und am Wochenende frei haben.
| | Von My body, my choice (11.06.26): | GeschĂ€ftsaufgabe wegen schwieriger Rahmenbedingungen?
Warum Àndert man in D dann diese Rahmenbedingungen nicht?
| | Von Schade (10.06.26): | Es sind meistens die Kosten, die leider übermĂ€Ăig steigen, was nicht immer am Wirt hĂ€ngt. Aber man kann sich vieles nicht mehr oder nur noch ab und zu leisten.Meistens ist es immer nur am Wochenende okay, unter der Woche ist "tote Hose". Davon kann keiner leben. Das einzige PhĂ€nomen das man dabei sehen kann. ist dass Eisdielen immer noch boomen, da kann der Preis noch so hoch sein. Es geht.
| | Von Klara Ausfall (10.06.26): | âAls junger Mensch muss ich ehrlich sagen: Ich weiĂ inzwischen natürlich überhaupt nicht mehr, wie man Messer und Gabel benutzt. Durch die ganzen FastâFoodâLĂ€den wurde mir diese Kulturtechnik leider erfolgreich aberzogen.
Vielleicht liegt der Rückgang solcher Gastronomie aber gar nicht daran, dass Menschen plötzlich verlernt haben, vernünftig zu essen (so nehme ich das irgendwie aus Ihrem letzten Beitrag auf), sondern eher daran, dass viele junge Leute zwar willkommen sind, sich dort aber trotzdem fühlen, als wĂ€re jedes Restaurant eine Kopie vom letzten: gleiches Essen, gleiches Ambiente, gleiche gedrückte Stimmung, bei der man automatisch leiser redet, obwohl niemand weiĂ warum. Zwischen Schnitzel, Braten und Wurstsalat fühlt man sich da ungefĂ€hr so modern wie WLAN im Seniorenheim.
Und dieses Essen, das hier als âmit irgendeinem Teigfladen vom Teller wischenâ beschrieben wird, ist heutzutage oft frischer, abwechslungsreicher und ehrlich gesagt leichter als die deutsche TraditionsâFressplatte mit zwei Kilo SoĂe drauf. Andere Esskulturen pauschal als Rückschritt darzustellen, wirkt da ehrlich gesagt etwas eng gedacht.
Denn wenn modernes Essverhalten direkt als gesellschaftlicher Verfall gesehen wird, klingt das schon ein bisschen so, als wĂ€re alles auĂerhalb von Braten mit Beilage der Beginn des Zivilisationskollapses.
Aber keine Sorge: Wir kriegen das mit Messer und Gabel schon noch hin. Wir schaffen es sogar zusĂ€tzlich noch, offen für Neues zu sein, die Ă€ltere Generation zu unterstützen und trotzdem unseren Teil zur Zukunft beizutragen.
P.S.: Das ist übrigens kein direkter Angriff auf bestimmte Restaurants. Das sind eher Eindrücke, die man mitnimmt, wenn man mit vielen jungen Leuten über genau solche Themen spricht.â
| | Von Klara Fall (05.06.26): | Gastronomie, die Speisen anbietet, die man mit Messer und Gabel essen muss/sollte, wird es in Zukunft schwer haben. Denn die Kulturtechnik mit diesen Instrumenten umzugehen schwindet. Bei jungen Menschen dominiert Fast Food, das man aus der Hand essen kann, bzw. Speisen, die man mit irgendeinem Teigfladen vom Teller wischen und aufnehmen kann. Wir sind auf dem besten Weg zurück ins Mittelalter. In der Gastronomie, aber sonst auch.
| | Von KP (04.06.26): | Tja, da hĂ€tten Sie / wir wohl öfter hingehen sollen zum Essen und Trinken, dann würde das Restaurant nicht schlieĂen müssen. Wenn andere Zweige dieser Branche wirtschaftlich erfolgreicher sind, ist das zwar vielleicht schmerzhaft für unser (kulturelles) Empfinden, aber realistische Marktwirtschaft - durch Angebot und Nachfrage geregelt...vielleicht findet sich ja noch ein Nachfolger, der die Restaurantlandschaft Eberbachs weiterhin auf dem Niveau hĂ€lt oder sogar anhebt. Das wĂ€re wünschenswert.
| | Von Schöpfung  (03.06.26): | Schade, da kann man jetzt für unser kulturelles zusammen sein, einen XXL Döner laden eröffnen.
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