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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Kein betreutes Wohnen in Pleutersbach


Wo eigentlich eine Senioren-Wohnanlage entstehen sollte, bleibt erst einmal grüne Wiese. (Foto: Claudia Richter)

(cr) In der letzten Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 29. April wurde einstimmig beschlossen, das Aufstellungsverfahren des vorhabenbezogenen Bebauungsplans “Eberbacher Straße” in Pleutersbach abzubrechen.

Die Plan-Aufstellung war 2023 begonnen worden, nachdem auf dem Areal (unser Bild) eine Wohnanlage für betreutes Wohnen mit Tagespflegeeinrichtung entstehen sollte. Das Projekt wird allerdings laut Mitteilung des Vorhabenträgers nicht umgesetzt.

Für die Hans-Leistner- Festhalle in Rockenau wurde einstimmig eine Miet- und Benutzungsordnung beschlossen. Unter anderem wurden die Nutzungsgebühren erhöht, wobei Rockenauer Vereine die Halle weiterhin kostenlos nutzen können. Das wurde nämlich im Eingemeindungsvertrag im Jahr 1974 so geregelt.

Den Eberbacher Busverkehr sollen die Städtischen Dienste Eberbach (SDE) für weitere 10 Jahre bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2036 wie bisher fortführen. Einstimmig wurde beschlossen, die SDE mit dieser Aufgabe zu betrauen. Auf Nachfragen der Stadträte Peter Stumpf (AGL) und Dr. Dietmar Polzin (Freie Wähler) sagte SDE-Leiter Wolfgang Kressel, dass man am Thema Fahrplanoptimierung arbeite. Dabei wolle man die stark genutzten Linien eher besser bedienen und für die schwach genutzten Buslinien mehr in Richtung Ruftaxi gehen.

Für beschleunigte Baugenehmigungen im Wohnungsbau soll auch in Eberbach der von der Bundesregierung im Oktober 2025 geschaffene “Bau-Turbo” angewendet werden. Hierfür wurden einstimmig “Eberbacher Leitlinien“ beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Umsetzung der Eberbacher Leitlinien zu evaluieren, diese bei Bedarf fortzuschreiben und dem Gemeinderat erneut zur Berichterstattung und Beschlussfassung vorzulegen. Mit dem “Bau-Turbo” gelten Bauanträge als genehmigt, wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten behördlich abgelehnt werden.

Bei einer Gegenstimme von CDU-Stadträtin Christina Kunze wurde für den Flächennutzungsplan der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft (vVG) Eberbach-Schönbrunn beschlossen, dass in der Teilfortschreibung des künftigen Bebauungsplans “Solarpark Büschel“ im Schönbrunner Ortsteil Schwanheim die bisher festgelegte “landwirtschaftliche Fläche” als Sonderbaufläche mit Zweckbestimmung “Freiflächen-Photovoltaik“ ausgewiesen werden soll. Das war ein Weisungsbeschluss an den gemeinsamen Ausschuss der vVG.

Unter dem Tagesordnungspunkt “Mitteilungen und Anfragen” teilte Hauptamtsleiterin Anke Steck als Antwort auf eine frühere Anfrage von CDU-Stadtrat Dr. Matthias Huck mit, dass die Erweiterung einer Halteverbotsmarkierung in der Alten Dielbacher Straße an der Einmündung zur Odenwaldstraße aufgebracht worden sei. Auf mehrfache frühere Fragen von Hubert Richter (AGL) zur Erneuerung der im Frühjahr 2025 zerstörten Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile in der Au erklärte Steck, dass die neue Anlage aufgrund von Lieferverzögerungen erst zum 13. Mai in Betrieb gehen werde. Der Termin wurde tatsächlich eingehalten, die neue Anlage in der Au steht und scheint in Betrieb zu sein. AGL-Stadtrat Peter Stumpf fragte unter anderem nach der Fertigstellung des Klettergerüsts im Hof der Steigeschule, die eigentlich für Ostern zugesagt gewesen sei. Michael Protschky vom Stadtbauamt erläuterte, dass das Klettergerüst da sei, die erforderlichen Vorarbeiten durch den Bauhof aufgrund personeller Engpässe aber noch nicht hätten erledigt werden können. Das Gerüst solle nun bis zu den Pfingstferien fertig werden. Auf zunehmenden Vandalismus und Verschmutzungen im Hof der Dr.-Weiss-Schulen wies Jan-Peter Röderer (SPD) hin. Georg Hellmuth (CDU) erinnerte daran, dass letztes Jahr hätte geprüft werden sollen, ob angesichts der veränderten weltpolitischen Lage der Schutzraum in der Tiefgarage Leopoldsplatz wieder aktiviert werden sollte. Bürgermeister Peter Reichert sagte dazu, dass der Bund den Schutzraum vor Jahren aufgegeben habe. Die Verwaltung werde aber eine Anfrage an die entsprechende Stelle richten, ob der Schutzraum wieder eingerichtet werden soll. Nach dem Stand der Umsetzungsmaßnahmen des Mobilitätskonzepts fragte Hubert Richter und bat um einen gelegentlichen Bericht. Jens Müller (SPD) hakte in Sachen “Easy-Park”-App nach, hier will die Verwaltung bei dem Unternehmen nach dem Stand der Umsetzung fragen. Dr. Dietmar Polzin regte an, die Verkehrsprobleme in der Beckstraße anzugehen, und Büsra Isik (SPD) kritisierte sichtbehinderndes Parken in Bereichen Neckarwimmersbachs und in der Bahnhofstraße Ost.

Zur nächsten öffentlichen Sitzung trifft sich der Gemeinderat am Donnerstag, 21. Mai, um 17.30 Uhr im Horst-Schlesinger-Saal des Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Verabschiedung von Stadtrat Peter Wessely (Freie Wähler) und das Nachrücken von Armin Grein, der Neubau des Wasserwerks in Gaimühle, der Neubau eines Jugendzentrums an der Güterbahnhofstraße und die Verpachtung von Flächen für einen Solarpark auf dem “Frieseneck” bei Unterdielbach. Zu Beginn der Sitzung gibt es wieder eine Bürgerfragestunde. Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen.

19.05.26

Lesermeinungen

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Von Emilia (07.06.26):
Hallo Herr Jost, danke für Ihren Hinweis. Für die Einladung zum Info-Abend. Dafür, dass Sie ein offenes Ohr für mein Anliegen haben. Bin gespannt, was sich ergibt - so oder so.

Von ulucan (06.06.26):
Sehr gehrter Hallo Lothar Jots,
informiert euer Vereinim Hintergang auch die Presse wegen des Ergebnisses euren Treffens Amontagabend bezüglich dessen Ergebnissen ? Oder erfährt man es nur, wenn alle selbst kommen ?


Von Lotta (05.06.26):
Darf man da auch hin, wenn man gar kein Mitglied ist, und sich bloß informieren möchte?

Von Lothar Jost (04.06.26):
Hallo Emilia, wenn Sie am Abend des 08. Juli 2026 zur Mitgliederversammlung des Vereins Stiftung Altersheim gehen, dann erfahren Sie vielleicht Genaueres, wie es mit dem Dr. Schmeißer Stift weitergeht.
Lothar Jost


Von Emilia (01.06.26):
Es wäre gut zu wissen, was der Verein Stiftung Altersheim mit dem Schmeißer-Stift nach der Belegung mit geflüchteten Menschen vor hat. Was war ist vergossene Milch.

Von hd (31.05.26):
@Shöphunk:

das SchmeißerStift war nicht nur gedacht als Altersheim, es war auch in der Realität 40 Jahr lang von 1971-2011 das Eberbacher Altersheim.


Von Schöpfung  (31.05.26):
Ja der Schmieserstift, war gedacht als Altenheim, aber den Schmieserstift mit Flüchtligen zu belegen war ein guter Schachzug, da verdient man sich eine goldene Nase.

Von hd (30.05.26):
Welches große Haus in der Luisenstr ?
Etwa das Altersheim Dr. Schmeißer Stift ?
Das ist doch bereits ein Altenheim, es wird nur derzeit genutzt als Flüchtlingsheim.


Von Lotta (30.05.26):
Gab es nicht früher einmal die Idee, das große Haus in der Luisenstraße für ältere Menschen umzubauen?

Von Schöpfung  (24.05.26):
Ganz einfach Eberbach hat für ältere Menschen kein Geld.

Von Emilia (22.05.26):
@ah
Das Projekt läuft in der Gemeinde 79194 Heuweiler. Die Bad. Zeitung berichtete darüber am 18. Mai 26.
Es wird von Bürgern getragen, von Ortsverwaltung und Landkreis unterstützt und fachlich begleitet. In dieser Gegend gibt es noch mehrere solcher Gemeinschaftsprojekte, die die absehbaren sozialen Herausforderungen annehmen wollen.


Von ah (21.05.26):
@Emilia:
In welchem Ort ist denn dieses tolle Projekt beheimatet ?


Von Emilia (19.05.26):
Vor einigen Tagen in einer badischen Tageszeitung gelesen: "Das geplante Wohnprojekt in einem Mehrzweckhaus für Senioren und Flüchtlinge soll in die Dorfgemeinschaft eingebunden werden, um den Seniorinnen und Senioren Teilhabe am normalen Leben im Dorf zu ermöglichen." Wohl gemerkt: Hier geht es um ein Wohnprojekt, dass Senioren in die Mitte des Dorfes holen will und nicht an den Rand des Dorfes verschiebt. Gefördert durch das Land mit 53.000 Euro durch das Programm "Quartiersimpulse". - Warum kriegt Eberbach so etwas nicht hin?

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