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Schutzstatus könnte Erhalt des wertvollen Naturraums erleichtern Der Schollerbuckel am Breitenstein (Foto: Hubert Richter)(cr) Der Eberbacher Gemeinderat sprach sich gestern in öffentlicher Sitzung einstimmig für die Unterstützung der Einrichtung eines Naturschutzgebiets im Bereich Breitenstein aus.
Nach diesem Grundsatzbeschluss soll die Verwaltung nun die für eine solche Ausweisung zuständige Behörde - das Regierungspräsidium Karlsruhe - bei den vorbereitenden Arbeiten begleiten sowie die Öffentlichkeit - vor allem betroffene Grundstückseigentümer - informieren und in geeigneter Form beteiligen. Über den Verlauf des Verfahrens soll dem Gemeinderat regelmäßig berichtet werden. Der gestrige Beschluss bedeutet allerdings noch nicht, dass es tatsächlich zur Ausweisung eines Naturschutzgebiets kommt, denn darüber soll der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Wie der städtische Fachreferent für Umweltschutz, Dr. Nicolà Lutzmann, erläuterte, komme dem Schutz von Offenland in der überwiegend - zu 80 Prozent - bewaldeten Eberbacher Flur besondere Bedeutung zu.
Die Stadtverwaltung sieht in einem Naturschutzgebiet auf dem Breitenstein Vorteile für die Landschaftspflege und den Erhalt des Gebiets als Natur- und Erholungsraum mit besonderer ökologischer, landschaftlicher und geologischer Bedeutung. Der Breitenstein stelle mit seinen mageren Weideflächen und ausgedehnten Streuobstwiesen einen wertvollen Lebensraum dar, heißt es in der Begründung des Beschlussantrags. Jedoch seien die Herausforderungen und Gefährdungen im Gebiet groß: Die Ausbreitung des Adlerfarns am Schollerbuckel müsse gestoppt, die Beweidung durch Schafe langfristig gesichert werden. Die Aufgabe der Landschaftspflege könne auf Dauer nicht alleine von der Stadt oder den Grundstückseignern erfüllt werden. Hierfür wäre die Ausweisung als Naturschutzgebiet ein wichtiger Schritt, weil dann auch Naturschutzfachleute des Regierungspräsidiums und weitere finanzielle Mittel verfügbar wären.
Die Verwaltung betonte, dass durch den Grundsatzbeschluss keine Auswirkungen auf bestehende Grundstücksverhältnisse, Nutzungen oder Bewirtschaftungsformen entstünden. Es sollen mit allen Betroffenen Gespräche geführt werden, um Bedenken und Konflikte zu erörtern und nach Lösungen zu suchen. Eine erste öffentliche Veranstaltung hierzu sei laut Dr. Lutzmann für Ende April geplant.
Sprecher aller Ratsfraktionen sprachen sich für das Vorgehen aus und betonten die hohe Bedeutung von Transparenz und Beteiligung der Betroffenen in dem Prozess. Dr. Dietmar Polzin (Freie Wähler) schlug die Einrichtung einer Art Tauschbörse für Grundstücke am Breitenstein vor. Die Idee wurde von Bürgermeister Peter Reichert begrüßt.
27.03.26
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| Von Eberbacher (02.04.26): | Hätte man Mal lieber den Breitenstein in den 70er Jahren nach Vorbild der Mosbacher Waldstadt bebaut. Dann wäre man heute eine Stadt mit Potenzial, statt immer mehr zum XXL-Dorf zu verkommen. Es gibt in und um Eberbach genug Grün.
| | Von Gustav Gans (02.04.26): | Abgesehen davon, dass der vorherige Beitrag inhaltlich zum Großteil Humbug ist, so spiegelt er zusätzlich das traurige Abbild unserer Gesellschaft wieder die Natur für unsere Interessen und unser Vergnügen auszubeuten, zu vermüllen und zu zerstören. Ein wenig Rücksicht und Respekt gegenüber der Natur wäre angebracht. Im Einklang mit den Interessen vor Ort. Bei allem Respekt, aber es gibt mehr als genügend Raum den wir Menschen eingenommen haben.
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Fluss vergiftet ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. (indianisches Zitat)
| | Von nachdenklich (01.04.26): | Das heisst, kein Grillfeuer mehr auf den Grundstücken, keine freilaufenden Hunde, keine Entscheidungsfreiheit, welche Bäume auf dem eigenen Grundstück gepflanzt werden, kein Zugang mit dem Auto, um Pflegemaßnahmen vorzunehmen, kein Mähen der eigenen Wiese, keine wild gewordenen Fahrradfahrer auf Trails - wobei das wäre der einzige Lichtblick bei der Sache......
Das wird eine totale Einschränkung aller Freizeitaktivitäten.
Und warum? Die Stadt möchte die Instandhaltung- und Pflegekosten auf eine andere Kostenstelle abwälzen.
Ich bin gespannt, wie die Stadt bei dem Grundstückschaos sicher stellen möchte, daß tatsächlich alle Eigentümer angeschrieben und informiert werden.
Wir brauchen nicht noch ein weiteres Naturschutzgebiet, wir brauchen einen Raum, in dem Menschen sich erholen, ihre Freizeit genießen und Spaß haben können.
| | Von KP (30.03.26): | Herrliche Aussichten, dann auf den Hebert mit 290 m hohen WKAs!
| | Von lupine (29.03.26): | heißt Naturschutz in dem Fall dann, dass der Wolf seiner Natur gemäß die am Breitenstein gehaltenen Schafe reißen darf ?
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